Agil organisieren: Wohin geht die Reise? Ein Training mit Holger Zimmermann.Holger Zimmermann

“Agil sein”, wer will das nicht. Wo ist Agilität von Nutzen und wo sind ihre Grenzen? Wie kann ich sie für mich einsetzen? Agilität treibt immer mehr Menschen um, wirft Fragen auf. Was davon ist Hype, was für den Unternehmensalltag tauglich?

„Agil organisieren – Wie Sie Agilität in der Praxis für sich nutzen”

am 5. Dezember 2019, von 9 bis 17 Uhr, im #projektraum42

 
 
Wir nutzen agile Prinzipien seit vielen Jahren in unserem Unternehmensalltag, steuern etwa unser eigenes Projekt-Portfolio agil mit Kanban, nutzen die Denkweise des Minimum Viable Product (MVP) für Projekte und setzen darauf, bereits während des Projekts systematisch zu lernen, anzupassen, Erkenntnisse zu integrieren, besser zu werden. 
 
Diese agilen Muster sind sehr hilfreich, um Projekte zum Erfolg zu bringen. Sie liefern jedoch keine pauschale Antwort für alle Vorhaben. Agile Prinzipen helfen, das Klügerwerden systematisch in Projekte einfließen zu lassen, leichter mit Änderungen umgehen zu können. „Wohlüberlegt“ ist ein Wort, das sehr zu „agil“ passt. Agilität ist besonders dann von großem Nutzen, wenn Unsicherheit und Nicht-Wissen groß sind, etwa wenn es darum geht, neue, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln oder ein neues Marktsegment zu erschließen.
 
Am Ende des Tages nehmen Sie konkrete Ansätze mit, wie Sie Agilität für sich nutzen können und sind in der Lage zu beurteilen, wo es sehr und wo weniger sinnvoll ist, agil zu arbeiten. Ihre Fragen zu Agilität sind, wie in unseren Praxisworkshops bewährt, unser roter Faden für den Tag. Den Workshop leitet Holger Zimmermann, Gründer und Inhaber von Projektmensch.
 

Bei Fragen: bitte fragen! Sie erreichen ihn persönlich via hz@projektmensch.com.

 

Inhalt / Ihr Nutzen
Am Ende des Tages nehmen Sie konkrete Ansätze mit, wie Sie Agilität für sich nutzen können und sind in der Lage zu beurteilen, wo es sehr und wo weniger sinnvoll ist, agil zu arbeiten. Ihre Fragen zu Agilität sind, wie in unseren Praxisworkshops bewährt, unser roter Faden für den Tag.
 

 

Ein kleiner Einblick in die Inhalte:

Das “Agile Manifest”, auf das die heutige Verwendung des Begriffs “agil” zurückgeht, stammt aus der Softwarentwicklung. Es beschreibt Prinzipien, die erfolgreichen Programmierern geholfen haben, erfolgreiche Softwareentwicklung zu betreiben. Und ja: die damit verbundene Denkweise hilft ungemein, wo digitalisiert wird. Ein Zwang lässt sich daraus nicht ableiten. Eine iterative Vorgehensweise allerdings hilft immer dann ungemein, wenn wir nur sehr wenig vorhersehen können, was wie geschehen wird. Dieses mit Agilität fest verbundene “Vorwärtstasten” setzt voraus, dass daraus systematisch Erkenntnisse gewonnen werden, um Nutzen zu schaffen. Wie das gestaltet werden kann, damit es gelingt, ist Inhalt dieses Workshops.

Ja, agiles Denken hilft beim Hausbau. Vor allem das Denken in Ergebnissen ist sehr nützlich, um pünktlich fertig zu werden. Was sind Ergebnisse in diesem Fall? Ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer etc. Wer Raum für Raum denkt, spart Zeit und nerven. Tatsächlich nutzbare Ergebnisse stehen dank “Agilität” wieder mehr im Fokus. Warum das hilfreich ist, auch bei vermeintlich nicht agilen Projektarten, darüber werden wir in diesem Workshop sprechen.

Überall, wo unter wenig Vorhersagbarkeit neue Produkte entstehen, sind die Grundgedanken von Agilität in der Praxis hilfreich.
Gerade im (Sonder-)Maschinenbau wäre es sehr häufig mehr als sinnvoll, ein echtes interdisziplinäres Team auf die Beine zu stellen, anstatt zu versuchen, Arbeit an Fachbereiche zu delegieren. Und das nicht nur über Bereichs-, sondern auch über Unternehmensgrenzen hinweg. Warum das so ist und wie das gelingen kann, das ist Inhalt dieses Moduls.

Gerade die Verlagsbranche hat unglaublich Potenzial, wenn es um neue Geschäftsmodelle geht. Wo bisher ein Buch als gedrucktes Werk entstanden ist, gibt es heute vielfältigste Ansätze dieselben Inhalte weiter zu verwenden oder zu ergänzen und daraus neue Geschäftsmodelle und Einnahmequellen zu erschließen. Das verändert den Entstehungsprozess von Titeln sowohl was die Beteiligten über Bereichsgrenzen hinweg betrifft, wie auch die Roadmap auf dem Weg zum Endprodukt. Wie man agil vorgehen kann, um neue Produkte entstehen zu lassen, darüber gilt es in diesem Baustein zu reden.

Es ist ein Mythos, dass Agilität auf Planung verzichtet. Im Gegenteil: agiles Vorgehen setzt sehr darauf, die Dinge gedanklich zu durchdringen. Oft mehr als in “klassisch” geführten Projekten wird darüber nachgedacht, welche “User Stories” mit welcher Priorität erfüllt werden sollen und was das für die Reihenfolge der Herstellung bedeutet. Nur auf das starre Festhalten an einem Plan wird verzichtet. Das würde ja auch bedeuten, dass man die Zukunft vorhersehen kann. Wie “Planung” unter agilen Gesichtspunkten nützlich wird, unter anderem darüber sprechen wir in diesem Workshop.

Scrum ist eine wunderbare Blaupause für gute Organisation. Allerdings kann ich Scrum sehr ideologisch leben und die Einhaltung der Regeln einfordern. Dann bin ich trotz Scrum wenig agil. Wie ich auch jedes andere Organisations- oder Vorgehensmodell sehr agil leben kann, wenn ich mir bewusst mache, dass Erkenntnisgewinn und Änderungen der Normalzustand in Projekten sind. Darauf sollte ich also vorbereitet sein. Scrum ist dabei deshalb eine so gelungene Blaupause, weil es wesentliche Grundkonzepte guter Organisation so glasklar “regelt”. Etwa die Rollen oder die Kommunikationsstruktur. Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen gelten, damit Scrum funktioniert. Welche das sind und wie Scrum trotzdem nützlich wird, wenn sie nicht gegeben sind? Auch darüber diskutieren wir in diesem Training.  

Dürfen wir “Agilität” ein wenig entzaubern? So nützlich agiles Denken ist, so sehr wird “agil” immer mehr zum Buzzword. Was schade ist, denn die damit verbundenen Grundgedanken helfen uns, aus den starren Konstrukten der vergangenen Jahre auszusteigen. Die Ursprünge dessen, was wir heute als Agilität kennen, liegen schon einige Jahre zurück und wurden unter der Überschrift “Skunk Works” erstmals dokumentiert. Im Rahmen des mit diesem Titel verbundenen Projekts wurde innerhalb von 143 Tagen ein flugbereiter Düsenjet entwickelt. Zu einer Zeit, zu der es noch keine Düsenjets gab. Wir haben im Projektmensch-Blog dazu geschrieben: “The Roots of Agility“. Dass wir auf diese Wurzeln im Workshop nicht verzichten werden, darf unterstellt werden.


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