Wer erfolgreich sein will, muss scheitern – Mittelstandsfrühstück

“Wer erfolgreich sein will, muss scheitern”
Einer der Schlüsselsätze beim Mittelstandsfrühstück am 13.03.2019 im #projektraum42

Alexander Walz, Gründer und Unternehmer aus Leonberg, referierte über das Scheitern in der Selbstständigkeit.

 

Im Publikum saßen viele Horber Unternehmer, denen Alexander Walz, Inhaber der SEO-Agentur SEO Turtles, 7 Tipps für die Existenzgründung und -erhaltung mit auf den Weg gab. Einer davon war, Lösungslieferant für vorhandene Probleme zu sein und somit einen Mehrwert zu leisten. Nicht nur Geld sondern auch Zeit spielen hierbei eine große Rolle. Es gehe nicht darum, Lösungen zu erschaffen, für Probleme die es gar nicht gibt, so Walz. Einige Geschäftsleute aus der Runde stimmten dem Referenten zu, als er sagte: „Nur wer scheitert, kann daraus lernen und sogar Multimillionär werden.“ Max Levchin ist vier Mal gescheitert bevor sein fünfter Versuch, etwas auf die Beine zu stellen, durch die Decke schoss. 2002 verkaufte er sein Unternehmen Paypal für 1,5 Milliarden Dollar an Ebay.

In Amerika ist es üblich, zu scheitern und hinzufallen, aber auch aus seinen Erfahrungen zu lernen, berichtet der Leonberger. Wichtig dabei ist nur, wieder aufzustehen. In Deutschland gehört das Scheitern jedoch nicht gerade zum guten Ton. Vielleicht auch ein Grund, warum wir uns in Deutschland auf unbequeme Zeiten einstellen können. Die Digitalisierung haben die Deutschen in den vergangenen Jahren zu sehr vernachlässigt, so Walz. Zumal die vier Unternehmensgiganten GAFA (damit gemeint sind Google, Apple, Facebook und Amazon) mit 1,7 Billionen Dollar nahezu doppelt so viel Marktwert verzeichnen als alle DAX-Unternehmen zusammen. Auf der einen Seite erstaunlich, auf der anderen Seite erschreckend, weshalb es umso wichtiger ist, vorauszudenken und sich regelmäßig weiterzubilden und am Ball zu bleiben, um die Trends nicht zu verschlafen. Damit verbunden ist allerdings auch der Mut, etwas zu wagen und Unsicherheiten in Kauf zu nehmen.

Tina Zimmermann, die den Morgen moderierte, fand hierfür auch Anknüpfungspunkte an die erfolgreiche Arbeit im Projekt. „Auch hier wird Neues gewagt. Dabei finde ich es wichtig, das Vorhaben zunächst zu durchdenken, aber dann auch den Schritt zu wagen und loszulegen“, so Zimmermann.

Das nächste Mittelstandsfrühstück findet statt am 15. Mai im #projektraum42.
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